Das Prozedere vor dem Urlaub ist klar. Flughafen, Check-In, Sicherheitskontrolle, Abheben, beschissenes Essen. So reist Billig-Normal-Flieger. Allerdings bedeutet Fliegen für manche Passagiere Überwindung. Bevor diese Menschen Urlaubsschweiß in den Sand schwitzen können strömt ihnen der Angstschweiß aus den Poren. Abstürzen könne man. Mit einem anderen Flugzeug zusammenstoßen könne man. Und so viel könne passieren.
Zuständig für fast alle Sicherheitsaspekte ist die DFS, die Deutsche Flugsicherung. Davon konnten wir vom CareerCenter uns selbst ein Bild machen. Letzten Sonntag waren wir auf einer Tower und Flughafebesichtigung in Tegel. Angefangen hat alles mit einer Fahrt über die Flight mit dem Follow-Me Fahrzeug. Mit zehn Augen haben wir die Start- und Landebahn unter die Augen genommen und auf ungebtene Gegenstände gecheckt. Das machen die alle 4 Stunden, gründlichst. Die geschulten Augen finden selbst kleinste Kleinstgegenstände, die die Strecke zieren. Die werden dann sofort entfernt. Nichts darf durch die sogbringenden Turbinen der Flugzeuge angesaugt werden.
Im Tower konnten wir dann mitbekommen wie die Fluglotsen Ordnung in das Chaos am Himmel bringen. Dafür werden Lufträume koordinatengenau abgetrennt, es wird in unmissverständlichem internationalem Flugfunk kommuniziert, und die Flugzeuge werden geordnet nacheinander aufgereiht. Wenn also irgendwer beim nächsten Start, oder bei der nächsten Landung Angs verspürt und versprüht sollte einfach mal aus dem Fenster in Richtung Tower schauen, winken, und dann sicher sein, dass die Jungs Lotsen-Mädels alles schon geregelt haben.
Übrigens ist der anstrengende Job überaus gut bezahlt. Mit ca. 5000 Brutto steigt man ein. Durch Zulagen wird es aber sehr schnell die selbe Summe in Netto. UND. Alle drei Jahre ist eine zwei monatige Kur Pflicht. Na wenn man das mal keine Kür ist.

